Mac-Lieferengpässe verschärfen sich

Apple stoppt Verkauf von Mac mini und Mac Studio mit RAM-Upgrade

Apple hat bestimmte Mac-mini- und Mac-Studio-Modelle aus dem Verkauf genommen. Besonders RAM-intensive Konfigurationen sind betroffen.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Mac-mini-Modelle mit 32 oder 64 Gigabyte RAM und Mac-Studio-Varianten mit 128 oder 256 Gigabyte RAM sind nicht mehr bestellbar.
  • Die globale Speicherchip-Knappheit durch KI-Server-Nachfrage verursacht Lieferzeiten von ein bis drei Monaten für verfügbare Modelle.
  • Neue M5-Modelle werden für Juni beim Mac Studio und Herbst beim Mac mini erwartet, doch die RAM-Knappheit bleibt das Hauptproblem.

Apple hat den Verkauf bestimmter Mac-mini- und Mac-Studio-Konfigurationen eingestellt – Modelle mit höheren RAM-Ausstattungen sind im Apple Online Store als „derzeit nicht verfügbar“ gelistet. Die Lieferzeiten für noch erhältliche Konfigurationen betragen ein bis drei Monate, was auf die globale Speicherchip-Knappheit zurückzuführen ist. Neue Modelle mit M5-Chips werden voraussichtlich im Juni (Mac Studio) beziehungsweise im Herbst (Mac mini) erwartet.

Mac mini und Mac Studio: Bestellstopp für RAM-intensive Konfigurationen

Apple akzeptiert derzeit keine Bestellungen mehr für bestimmte Konfigurationen des Mac mini und Mac Studio. Wie aus dem US-amerikanischen Apple Online Store hervorgeht, sind Mac-mini-Modelle mit 32 Gigabyte oder 64 Gigabyte RAM sowie Mac-Studio-Varianten mit 128 Gigabyte oder 256 Gigabyte RAM als „derzeit nicht verfügbar“ gekennzeichnet. Diese Modelle können überhaupt nicht mehr bestellt werden.

Konfigurationen, die noch verfügbar sind, weisen erhebliche Lieferverzögerungen auf. Die geschätzten Lieferzeiten liegen zwischen einem und drei Monaten. Bereits im März hatte Apple die Option für 512 Gigabyte RAM beim Mac Studio vollständig aus dem Angebot entfernt.

Globale Speicherchip-Knappheit als Hauptursache

Die Verzögerungen und Verfügbarkeitsprobleme sind höchstwahrscheinlich auf einen schwerwiegenden globalen Mangel an Speicherchips zurückzuführen. Die stark gestiegene Nachfrage nach RAM-Chips stammt vor allem von Unternehmen, die KI-Server aufbauen, welche große Mengen an Arbeitsspeicher benötigen. Auffällig ist, dass besonders die Modelle mit höheren RAM-Konfigurationen betroffen sind – ein deutlicher Hinweis auf die Speicherchip-Problematik.

Speicherchip-Knappheit erklärt!

Die weltweite Nachfrage nach RAM-Chips übersteigt derzeit das Angebot deutlich. Haupttreiber sind Unternehmen, die KI-Server aufbauen, welche enorme Mengen an Arbeitsspeicher benötigen. Dies führt zu stark gestiegenen Preisen und langen Lieferzeiten für alle Produkte, die RAM-Chips verwenden – auch für Apple-Computer.

Die Preise für Speicherchips stabilisieren sich Berichten zufolge langsam oder sinken leicht, liegen aber weiterhin deutlich über dem historischen Durchschnitt. Eine spürbare Verbesserung der Lieferzeiten für Mac mini und Mac Studio ist daher in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Spekulation über M5-Updates

Die langen Lieferzeiten haben zu Spekulationen geführt, dass Apple möglicherweise neue Modelle mit M5-Chips vorbereitet. Die außergewöhnlich langen Lieferzeiten erschweren jedoch die Einschätzung, ob dies tatsächlich ein Anzeichen für eine bevorstehende Produktaktualisierung ist.

Nach derzeitigen Einschätzungen dürfte Apple Mac-Studio-Modelle mit M5-Max- und M5-Ultra-Chips im Juni auf der WWDC ankündigen. Der Mac mini mit M5- und M5-Pro-Chips wird voraussichtlich im September oder Oktober dieses Jahres aktualisiert. Selbst wenn eine Aktualisierung kurz bevorsteht, wäre dies angesichts der RAM-Knappheit eher ein Zufall als der Hauptgrund für die aktuellen Lieferprobleme.

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Die wollen Kunden die am liebsten im Quartals-Takt neue Geräte kaufen. Noch besser im Abo. Es geht hier nicht mehr im Technik und Qualitat. Es geht darum soviel Geld wie möglich abzuschöpfen.

Das wohl der Aktionäre steht leider mehr und mehr im Vordergrund. In dieser Hinsicht ist Apple leider tatsächlich von seinen Idealen abgewichen. Bin mir nicht sicher ob das langfristig gut gehen kann.

traurig aber wahr...

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